Hans Madej

Fotograf

Vita

Hans Madej, geboren 1953, lebt in München. Er studierte Publizistik, Literatur– und Kunstgeschichte, bevor er 1980 als Autodidakt zu fotografieren begann. 1982 begann seine bildjournalistische Arbeit mit Reportagen und Farbessays für GEO, stern, Merian und das Zeitmagazin. Von 1987–1994 fotografierte er groß angelegte Sozial– und Politikreportagen über Mittel– und Osteuropa, die u.a. in Paris Match, Sunday Times und New York Times veröffentlicht wurden. Als einer der ersten westlichen Fotografen berichtete er aus Ceausescus Rumänien und aus Albanien. Er fotografierte die »sanfte Revolution« in Prag, den Umsturz in Bulgarien, die Maueröffnung in Berlin und den jugoslawischen Bürgerkrieg in Kroatien und Bosnien, schließlich den Tschetschenienkrieg.

Er schrieb und fotografierte mehrere Bildbände und seine Arbeiten wurden u.a. auf dem Internationalen Festival für Bildjournalismus »Visa pour l'Image« und im Willy-Brandt-Haus in Berlin gezeigt. Er ist Preisträger des deutschen Fotopreises und des Kodak-Fotobuchpreises. 1995 beendete er seine Karriere als Fotoreporter und wandte sich dem Film zu. »Die fotografierte Welt,« sagte er, »steht zur wirklichen Welt vielleicht im gleichen grundsätzlich schiefen Verhältnis wie das Standfoto zum Film«. Er drehte den Dokumentarfilm »Das Paradies auf Erden«, der 2006 für den »World-Television-Award« nominiert wurde. Hans Madej war Gesellschafter der renommierten Fotografenagentur »Bilderberg«, später Mitglied der Bildagentur »laif«.